Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Dr. Priska Bucher, Direktorin der Zentralbibliothek Zürich seit März 2025.

Als Zürcherin ist die Zentralbibliothek Zürich (ZB) für mich seit jeher eine der bedeutendsten Bildungs- und Kulturinstitutionen der Stadt. Ihr Standort mitten in der Altstadt, der beeindruckende Schatz an aktuellen und historischen Beständen sowie die einzigartige Verbindung von Wissenschaft und Freizeit machen die ZB zu einem besonderen Ort. Forschende der Universität Zürich wie auch aus anderen nationalen und internationalen Hochschulen schätzen die Tiefe unseres Bestandes und die hervorragenden Services. Doch auch ausserhalb des akademischen Umfelds ist die ZB für viele eine wahre «Schatztruhe»: für Oberstufenlehrpersonen, die vertiefte Materialien zu bestimmten Themen suchen, für Zürcherinnen und Zürcher, die Dokumente über ihre Vorfahren oder ihre Wohngemeinde recherchieren, oder für Musikbegeisterte, die in der Musikabteilung fündig werden – um nur einige Beispiele zu nennen.

Im Fokus des diesjährigen Jahresberichtes stehen unter dem Titel «Unsichtbare historische Schätze sichtbar machen» die Spezialsammlungen. Mit der Ausstellung «In Frauenhand – in her hand» rückte die ZB dieses Jahr das Schaffen von Künstlerinnen ins Licht. Gemeinsam mit Google stellten wir enorme Mengen an Bestandsdaten zur freien Verfügung. Und auch im Bereich der Eigendigitalisierung konnten 2025 zahlreiche Projekte mit nachhaltiger Wirkung realisiert werden. So hat die ZB nach mehrjähriger Arbeit die Digitalisierung der Autorenbibliothek von Conrad Ferdinand Meyer (1825–1898) abgeschlossen und pünktlich zu seinem 200. Geburtstag online zugänglich gemacht.

Im Fokus des diesjährigen Jahresberichtes stehen unter dem Titel «Unsichtbare historische Schätze sichtbar machen» die Spezialsammlungen.

Dies ist nur ein Ausschnitt aus den vielfältigen Tätigkeitsfeldern unserer Bibliothek. Ich lade Sie herzlich ein, in weitere spannende Berichte und Geschichten einzutauchen und bin überzeugt, dass auch die diesjährige Ausgabe unseres Jahresberichts in Form eines digitalen Magazins Ihnen viel Freude bereiten wird.

Falls wir Sie auf den Geschmack bringen konnten, verweise ich gerne auf unsere vielfältigen Veranstaltungen sowie den ZBlog, in dem wir Themen aufgreifen, die uns im Jahresverlauf beschäftigen. Sehr lesenswert ist zudem unsere Kolumne «Perlen der ZB», die auf der Webseite der ZB Zürich zu finden ist und in kurzen Porträts faszinierende Stücke aus unseren Sammlungen vorstellt.

Für alle, die sich gerne aktiv an der Weiterentwicklung der ZB beteiligen möchten, besteht die Möglichkeit, sich unter diesem Link anzumelden zum Nutzendenpanel. Es ist uns ein grosses Anliegen, ihre Bedürfnisse und Optimierungsvorschläge zu kennen, damit wir stets genau das anbieten, was Sie brauchen.

Priska Bucher
Direktorin