Portrait

Bruno Gerber und das Facility Management

Bruno Gerber in der Technikzentrale im 4. Untergeschoss (Bild: ZB Zürich, C. Schmid)

Seit Oktober 2018 arbeitet Bruno Gerber im Facility Management der ZB. Der gelernte Maler hat sich stetig weitergebildet: Nach der Handelsschule erwarb er Fachausweise in der Instandhaltung und als Hauswart.

Er war leitender Hauswart einer Schulgemeinde mit Primar-, Sekundarschule und Oberstufe. Dort sei der Lärmpegel in den Pausen schon etwas lauter gewesen. Mit seinem Wechsel an die ZB veränderte sich auch seine Kundschaft. Schöne Momente sind es, wenn er ehemalige Schüler der Schulgemeinde in der ZB trifft, die jetzt hier studieren und Lehrer, die hierherkommen, auch eine Pfarrerin aus dem Ort. Die ZB werde in der breiten Bevölkerung geschätzt.

Den stellvertretenden Leiter des Gebäudemanagements der ZB kennt er noch aus der Hauswartsschule, als sie in der gleichen Lerngruppe auch einen Besuch in der ZB machten. Die Technik in der Bibliothek habe ihm damals imponiert. Als nach einer Pensionierung eine Stelle frei wurde, entschied er sich für etwas Neues.

Wenn Bruno Frühschicht hat, ist er meist der Erste vor Ort, kurz nach sechs. Er sorgt dafür, dass der Bibliotheksbetrieb pünktlich um 8 Uhr anfangen kann. Dazu gehört die Kontrolle, ob alles funktioniert, gegebenenfalls Handwerker informiert und der Zugang für alle gewährleistet ist. «Wenn die Bibliothek ein Schiff wäre, kümmern wir uns darum, dass der Motor läuft und nicht stehen bleibt», sagt Bruno.

Der Hauswart sei nicht mehr nur der mit dem Besen, der Leute immerzu energisch ermahnt. Das erforderliche Wissen über die technische Infrastruktur sei breiter und komplexer geworden. Die regelmässige Kontrolle der Aussenstandorte, die Übersicht des Inventars seien Aspekte seiner Arbeit, aber auch das Bearbeiten von Anfragen. Eine dienstleistungsorientierte Haltung ist ihm dabei wichtig, um die bestmögliche Lösung für jede Anfrage zu finden. Am liebsten repariert er, sei es den Bücherlift oder die Heizungsventile.

«Am liebsten bringe ich Dinge wieder zum Laufen. Das sind Erfolgsmomente.»

Es kennt wohl kaum jemand die Gebäude der ZB so in und auswendig wie das Facility Management. Bruno weiss, wie man auf das Kirchendach kommt und in den untersten Stock der ZB, wo sich die Entwässerung der ganzen ZB-Umgebung befindet. Hat er eine Lieblingsecke? Der Dachstock des Musiklesesaals, wo man bis unter die Ziegel der Kirche sieht. Der Kehlboden sei eine eindrückliche Konstruktion aus Beton, welcher vor Ort gegossen worden sein muss. Man sehe verschiedene Epochen an den Gebäuden der ZB: die alte Predigerkirche, deren Chor zur Musikbibliothek umfunktioniert wurde, der Altbau von 1917 und der Publikumstrakt aus den 1990ern. Für Bruno Gerber ein eindrückliches Zusammenspiel, das seine Arbeit spannend macht.

Als Familienmensch verbringt er am liebsten Zeit mit seiner Frau, Kindern und Enkelkindern. Da er durch seine Arbeit viel Zeit in Gebäuden verbringt, zieht es den Töfffahrer auch gern in die freie Natur.

Kathrin Hägele
Marketing und Kommunikation